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Zernikow - Gutshaus von Arnim - von Hagens - von Funcke - Autograph 1933 - Großwoltersdorf Gransee Oberhavel

Ansichtskarte
16775 Großwoltersdorf (Zernikow)

Zernikow ist ein Ortsteil der Gemeinde Großwoltersdorf im Norden des Landkreises Oberhavel in Brandenburg und gehört zum Amt Gransee und Gemeinden.

1994 kam es zur Eintragung der Gutsanlage Zernikow als Einzeldenkmal in das Denkmalverzeichnis mit dem Prädikat: „Große geschichtliche, städtebauliche und künstlerische Bedeutung“.


Durch Erbfolge kamen 1777 die Nachkommen von Amalie Karoline von Labes und Freiherr Joachim Erdmann von Arnim, als ein Zweig der Familie von Arnim, in den Besitz des Gutes Zernikow.
Im 19. Jahrhundert gab es immer wieder Pächter, die zu einer sichtbaren Vernachlässigung beitrugen.
Nach 1890 setzte sich in erster Linie Erwin von Arnim (Enkel des Dichters Achim von Arnim) für Zernikow und das Gut ein.
Er legte Wiesen für die Viehhaltung an, forstete Böden auf, errichtete ein Sägewerk, erneuerte die Brennerei, gründete eine Dorfschule und steigerte die Erträge in der Landwirtschaft durch Anwendung moderner Methoden.
Das Gutshaus wurde baulich um eine achte Achse erweitert.
Ferner entstand eine Kutscherwohnung neben dem Inspektorenhaus.
Diverse Stallungen und Werkstätten wurden errichtet.
Nach dem Unfalltod des Erwin von Arnim übernahm 1928 sein Sohn Friedmund von Arnim das Gut.
Auf seine Anregung hin sind das Sägewerk erweitert und eine Schmiede gebaut worden. Das Dorf und das Gut wurden nun mit Strom versorgt.
Zu Friedmunds Zeiten hatte die Gutsanlage eine Ausdehnung von 1000 ha, bewirtschaftet von ca. 60 Beschäftigten.
Unterstützung in seiner Arbeit erhielt er von seiner Ehefrau Clara von Arnim (geborene von Hagens). Sie heirateten 1930.
Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor.

Friedmund Freiherr von Arnim war der letzte Herr auf Zernikow.
Bis 1945 bewirtschaftete Friedmund Freiherr von Arnim (1898–1946), auf Wiepersdorf im Ländchen Bärwalde, mit seiner Frau Clara von Arnim, geb. von Hagens (1909–2009), die Besitzung.

Mit dem Ende des II. Weltkrieges endete auch das Leben der Familie von Arnim auf dem Gut.
Clara von Arnim ging mit ihren sechs Kindern nach Süddeutschland.
Ihr Mann wurde in Zernikow als Junker denunziert, von der Roten Armee festgenommen und nach Tula (bei Moskau) in ein Lager verschleppt, wo er Anfang 1946 an Entkräftung starb.

Von 1945 – 1990

Die Familie von Arnim wurde mit der Machtübernahme der KPD im Zuge der Bodenreform enteignet.
Das Land wurde unter Umsiedlern und landarme Bauern aufgeteilt.
Das Gutshaus wurde kurzzeitig als Lazarett genutzt. Danach zogen Umsiedlerfamilien ins Obergeschoss.
Im Erdgeschoß fanden das Gemeindebüro, ein Arztstützpunkt und die Gemeindebibliothek ihren Platz.

Von 1952/53 an bis zur Wende 1989/90 wurde das Gut von der LPG verwaltet.

Seit 2003 sind die AQUA Zehdenick, das Amt Gransee und die Gemeinde Großwoltersdorf (Zernikow ist ein Ortsteil der Gemeinde) Eigentümer des Gutes.

In enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt und dem Grundsicherungsamt gelang es, dem Gut durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und MAE-Projekte ein neues Profil zu geben.
Mit Unterstützung der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“, der Gemeinde Großwoltersdorf und dem Amt Gransee konnten bis heute Teile des Gutshauses, des Schafstalles, des Rinderstalles sowie die Stellmacherei und das Inspektorenhaus saniert werden.
Besonderen Dank gilt es, Wolf Hermann von Arnim, dem jüngsten Sohn von Friedmund und Clara von Arnim, auszusprechen. Mit seinen großzügigen Spenden unterstützt er die Restaurierungsarbeiten in und am Gutshaus.
Ihm ist es zu verdanken, dass das Gutshaus den heutigen Sanierungsstand hat.

Es gibt ferner einen Gastronomiebereich mit Zimmervermietung.
Seit 2011 kann eine in einem Stall eingerichtete Veranstaltungshalle für diverse Aktivitäten genutzt werden.
Zum jährlichen Programm zählen das Ritterfest und das Maulbeerfest, weitere Feste sind in Planung.
Einzelne Räume im Gutshaus, im Inspektorenhaus und in der Brennerei können für Ausstellungen, Vorträge, Lesungen und Konzerte genutzt werden.

Clara von Arnim starb am 17. Mai 2009 im Alter von 99 Jahren in Idar-Oberstein und wurde auf dem Friedhof der Dorfkirche in Zernikow beigesetzt.

Sie wurde 1909 in Kassel als Tochter des späteren Oberlandesgerichtspräsidenten Walter von Hagens und seiner Frau Ilse Ratjen geboren.

Im Alter von 81 begann sie, Ihre Erinnerungen an ihre Erlebnisse als märkische Gutsherrin niederzuschreiben.
Ihr erstes, sehr erfolgreiches Buch, „Der grüne Baum des Lebens“ erschien im Jahre 1998 und umspannt die Zeit von ihrer Hochzeit 1930 bis zur Flucht von Gut Zernikow im Jahre 1945.


Original-Ansichtskarte; Autograph Walter von Hagens; sehr selten

Gelaufen 1933 nach Ölsnitz im Erzgebirge, Fräulein von Funcke,

Nachsendung: Hallesches Ufer 4, Berlin S. W. bei Herrn Dr. Goldbeck


ALTER/ZEIT/STEMPEL: GRANSEE LAND 7.2.33

ANKUNFTSTEMPEL/ANDERE STEMPEL: 'ZERNICKOW Gransee'

BRIEFMARKE: Deutsches Reich, Friedrich Ebert, 3 Pfennig (2 X)

ABMESSUNGEN (in cm): ca. 14 x 9

ERHALTUNG/CONDITION: Sehr gut bis gut (I bis II). Alters- u. Gebrauchsspuren; leichter Einriss oben mittig

STAND/BEARBEITUNG: 13.07.2022

Im Preis enthalten ist der Versand als Einschreiben.

Preis: 72.00 €
 
Anzahl:   1






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