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Lutz Jahoda * 18.6.1927 Brünn, Tschechoslowakei - 1986: Polizeiruf 110: Das habe ich nicht gewollt - 1990: Drei reizende Schwestern: Das blaue Krokodil

Autogramme
Deutscher Schauspieler, Entertainer, Sänger und Autor

Lutz Jahoda, geboren 18. Juni 1927 in Brünn, Tschechoslowakei

Wegen seiner beliebten Interpretationen der Chansons und Wienerlieder von Hermann Leopoldi wird er auch der „Peter Alexander der DDR“ genannt.

Lutz Jahoda ist seit 1999 in sechster Ehe verheiratet und hat vier Söhne.
Sein zweiter Sohn Peter Jahoda (1953–1991) war ebenfalls als Schauspieler tätig.

Jahoda lebt mit seiner 44 Jahre jüngeren Frau Eva (* 1971) und dem gemeinsamen Sohn Fabian (* 1998) südöstlich von Berlin in Heidesee, Ortsteil Wolzig.

Lutz Jahoda wuchs in einer deutschmährischen Familie in Brünn auf.
Sein Großvater war dort Jurist, sein Vater arbeitete im Uniform-Depot.
Er sprach fließend Tschechisch, Jahoda lernte die Sprache ebenfalls und trat später auch im tschechoslowakischen Fernsehen auf.

Er absolvierte in Brünn eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann, obwohl sein Berufswunsch Journalist war.

Er pflegte als Kleindarsteller Kontakte zu einer Theaterbühne und erhielt 1944 an den Kammerspielen eine erste Sprechrolle an der Seite von Hilde Engel, der Mutter von Frank Elstner, in der Reimkomödie Die goldene Eva.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, im August 1945 traf er in Wien, der Heimatstadt seiner Mutter, mit der Familie Elstner zusammen.
Jahoda nahm hier privaten Schauspielunterricht bei Erich Elstner und Hilde Engel-Elstner.

1946 zog er mit den Elstners nach Berlin und wollte hier eigentlich eine Reporterstelle in der Redaktion des Nachtexpress antreten.
Ein Rollenangebot des Theaters am Nollendorffplatz kam dem jedoch zuvor.

Jahoda setzte nun seine schauspielerische Ausbildung fort, ergänzt durch ein Ballettstudium im Studio Arne von Molander.

1955 wirkte Lutz Jahoda in den ersten Fernsehversuchsreihen des DFF in Berlin-Adlershof mit und war seit 1957 freischaffend als Autor, Sänger und Schauspieler für den Rundfunk, für das Fernsehen und Schallplattenfirmen tätig.

Der Friedrichstadtpalast Berlin engagierte ihn mehrfach, 1961 erhielt er an der Seite von Horst Drinda seine erste Hauptrolle in einem Kinofilm (Das verhexte Fischerdorf).

1972 startete Jahoda erneut als Entertainer – diesmal mit einer eigenen Fernsehshow, die er Mit Lutz und Liebe nannte, gemeinsam mit Heinz Quermann gestaltete und zehn Jahre lang als Autor, Moderator und Sänger betreute.

Parallel dazu moderierte er mit Heidi Weigelt die TV-Reihe Der Wunschbriefkasten.

Mit Heinz Quermann als Redakteur der TV-Reihe Spiel mir eine alte Melodie und Jahoda als Autor lief eine zwölfteilige Samstagabendshow, diesmal live in der Stadthalle Karl-Marx-Stadt.

1976 überzeugte er als Schauspieler in der Rolle des Intendanzhauptmanns Leopold von Vrbata im Fernsehdreiteiler Abschied vom Frieden an der Seite von Angelica Domröse, Angelika Waller und Manfred Krug.

In der Fernsehlustspielreihe Drei reizende Schwestern war er von 1986 bis 1990 in vier Folgen in einer wiederkehrenden Rolle als Meinhard Seidenspinner zu sehen.


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